Personalentwicklung gezielt umgesetzt – Zukunft gesichert

Die Fusion von vier IT-Dienstleistern machte ein deutsches Unternehmen zu einem der größten, wettbewerbsstarken IT-Dienstleister Europas. Das erforderte ein neues strategisches Kompetenzmanagement. Dieses sollte sich an der Unternehmensstrategie orientieren und vorhandene Personalentwicklungsinstrumente möglichst integrieren.

Das Unternehmen fragte sich: Wie können wir externe Mitarbeiter einsparen und gleichzeitig unsere Angestellten fördern? Wo werden wir morgen am Markt stehen? Und welche Personalkompetenzen brauchen wir dafür?

Erst einmal erarbeiteten wir mit dem Projektteam des IT-Dienstleisters ein Kompetenzmanagement-Konzept, das vorhandene Personalentwicklungsinstrumente aufgriff und um neue ergänzte: Blended Learning, Diagnosetools sowie Kompetenz- und Rollenmodelle.

Zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat entwarfen wir dann eine Betriebsvereinbarung und unterstützten beide Parteien bei den Verhandlungen. Außerdem interviewten wir Führungskräfte und Leistungsträger, um einen Eindruck von den notwendigen Fähigkeiten der einzelnen Jobprofile zu gewinnen. Die Ergebnisse wurden anschließend in einem Kompetenzkatalog zusammengefasst.

Auch an der internen Kommunikation musste gefeilt werden: Mittels Stakeholderanalyse erkannten wir, wer wann worüber und wie informiert wurde. Also schulten wir Führungskräfte und Mitarbeiter im IT-Bereich. Das Ergebnis war eine bessere Kommunikation: kürzere Entscheidungswege, weniger Vorbehalte und Konflikte zwischen Fachbereichen und IT aufgrund von neuem Kundenbewusstsein. Und mit der Einführung eines praxisbezogenen Projekthandbuchs konnte das Projektmanagement optimiert werden.

Kompetenzlücken der Mitarbeiter wurden demnach systematisch erkannt und geschlossen. Der IT-Dienstleister hatte zudem die wichtigsten Kompetenzen herausgefiltert, so dass er die Personalplanung inklusive Nachwuchsförderung gezielt angehen kann. Insgesamt ist deutlich geworden, welche Tätigkeiten dank einer dezidierten Personalentwicklung von Angestellten übernommen werden können; externe Mitarbeiter sind jetzt nicht mehr nötig.

Und: Die Motivation ist spürbar höher als vorher; alle arbeiten engagierter.